CLARITYNE 10 MG 10 TABLETTEN
Beschreibung
AKTION UND MECHANISMUS
[ANTIALLERGISCH], [HISTAMIN-H1-ANTAGONIST]. Loratadin ist ein Piperidinderivat, das H1-Rezeptoren potent, kompetitiv, reversibel und spezifisch blockiert und so die systemischen Wirkungen von Histamin über einen längeren Zeitraum reduziert. Es bewirkt eine Verengung der Blutgefäße und eine verminderte Gefäßpermeabilität, wodurch Rötungen und Schwellungen im Zusammenhang mit Allergien gelindert werden. Es lindert Symptome allergischer Reaktionen wie Augenrötung und verstopfte Nase. Zudem wirkt es leicht bronchienerweiternd und reduziert Juckreiz.
Loratadin überwindet die Blut-Hirn-Schranke kaum und hat daher praktisch keine nennenswerte sedierende Wirkung. Es zeigt eine hohe Selektivität für H1-Rezeptoren und weist keine signifikanten anticholinergen oder antiserotonergen Effekte auf. Auch kardiale Effekte wurden in klinischen Studien nicht beobachtet.
BESONDERE WARNHINWEISE
Aufgrund der antiallergischen Wirkung dieses Medikaments kann es bei Hauttests auf Überempfindlichkeit gegenüber Antigenextrakten zu falsch negativen Ergebnissen kommen. Es wird empfohlen, die Einnahme dieses Medikaments mindestens 72 Stunden vor dem Test zu beenden.
PATIENTENINFORMATIONEN
Es wird empfohlen, dieses Medikament jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen.
Die empfohlene Dosis sollte nicht überschritten werden, da es sonst zu Sedierung kommen kann.
Es wird empfohlen, während der Behandlung Sonneneinstrahlung zu vermeiden.
KONTRAINDIKATIONEN
Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des Arzneimittels. Kreuzreaktionen mit anderen Antihistaminika können auftreten; daher wird die Anwendung von H1-Antihistaminika bei Patienten, die bereits eine Überempfindlichkeit gegen einen Wirkstoff dieser Gruppe gezeigt haben, nicht empfohlen.
- [PORPHYRIE]. H1-Antihistaminika wurden mit dem Auftreten von Porphyrie-Anfällen in Verbindung gebracht und gelten daher bei diesen Patienten als nicht sicher.
FORTGESCHRITTENES ALTER
Es wurden keine spezifischen Probleme beschrieben, die eine Dosisanpassung bei älteren Patienten erforderlich machen würden.
AUSWIRKUNGEN AUF DAS FAHREN
Obwohl Loratadin in klinischen Studien keine Sedierung verursacht hat, wurden nach der Markteinführung Fälle von leichter Sedierung beobachtet. Daher wird empfohlen, das Bedienen gefährlicher Maschinen, einschließlich Kraftfahrzeuge, zu vermeiden, bis hinreichende Gewissheit besteht, dass die medikamentöse Behandlung diese nicht beeinträchtigt.
SCHWANGERSCHAFT
Tiersicherheit: Bei Ratten wurden bei Plasmaspiegeln (AUC), die 10-mal höher waren als die mit klinischen Dosen erreichten, verlängerte Wehen und eine verringerte Überlebensrate der Jungtiere beobachtet. Es traten jedoch keine teratogenen Effekte auf.
Sicherheit beim Menschen: Zahlreiche Daten belegen, dass Loratadin keine Fehlbildungen oder fetale Toxizität verursacht. Vorsichtshalber wird die Anwendung dennoch nicht empfohlen.
Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit: Es wurden keine spezifischen Studien am Menschen durchgeführt.
PHARMAKOKINETIK
Resorption: Loratadin wird oral gut und schnell resorbiert, unterliegt jedoch einem ausgeprägten First-Pass-Effekt in der Leber, wodurch der Metabolit Desloratadin entsteht. Nach Einnahme von 10 mg Loratadin werden maximale Plasmakonzentrationen (C<sub>max</sub>) von 4,7 ng/ml (Loratadin) nach 1–1,5 Stunden bzw. 4 ng/ml (Desloratadin) nach 1,5–3,7 Stunden erreicht. Die antihistaminische Wirkung setzt nach 1–3 Stunden ein, erreicht ihren Höhepunkt nach 8–12 Stunden und hält bis zu 24 Stunden an.
Einfluss von Nahrung : Die Einnahme von Loratadin mit dem Essen erhöht die Resorption, kann diese aber um bis zu einer Stunde verzögern. Dies hat jedoch keine klinisch relevanten Auswirkungen.
Verteilung: Loratadin ist stark an Plasmaproteine gebunden (97–99 %), Desloratadin hingegen nur mäßig (73–77 %). Loratadin wird als Desloratadin in die Muttermilch ausgeschieden. Es kann die Blut-Hirn-Schranke nur schwer überwinden.
Metabolismus: Loratadin wird in der Leber extensiv metabolisiert, vorwiegend über das Isoenzym CYP3A4 und in geringerem Maße über CYP2D6. Dabei entsteht Desloratadin, ein carboxyethoxylierter Metabolit mit starker antihistaminischer Wirkung. Dieses Desloratadin wird weiter zu nahezu inaktiven Metaboliten verstoffwechselt.
Elimination: Loratadin wird in der Leber metabolisiert und anschließend über den Urin (40 %) und die Fäzes (42 %) ausgeschieden, hauptsächlich als konjugierte Metaboliten. Weniger als 1 % der Dosis wird unverändert oder als Desloratadin ausgeschieden. Die Eliminationshalbwertszeiten betragen 8–15 Stunden (Loratadin) bzw. 17–28 Stunden (Desloratadin). Die Clearance ist dosisabhängig; nach Gabe von 20 mg bzw. 40 mg wurden Werte von 202 bzw. 142 ml/min/kg gemessen.
Pharmakokinetik in besonderen Situationen:
- Ältere Patienten: Bei Patienten im Alter von 66-78 Jahren sind die Cmax- und AUC-Werte um 50 % höher als bei jüngeren Patienten.
- Niereninsuffizienz: Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (CLcr weniger als 30 ml/min) wurde ein Anstieg der AUC und Cmax um 73 % (Loratadin) bzw. 120 % (Desloratadin) beobachtet, und es kann zu einer Akkumulation beider Substanzen kommen.
Leberfunktionsstörung: Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung sind sowohl C<sub>max</sub> als auch AUC erhöht und können bis zum Doppelten des Normalwerts erreichen. Die Eliminationshalbwertszeiten für Loratadin und Desloratadin betrugen 24 bzw. 37 Stunden und verlängerten sich mit zunehmendem Schweregrad der Leberschädigung.
INDIKATIONEN
- Symptomatische Behandlung von allergischen Erkrankungen wie [ALLERGISCHER RHINITIS] oder [CHRONISCHER IDIOPATHISCHER URTIKARIA].
INTERAKTIONEN
Die gleichzeitige Einnahme von Loratadin und Alkohol führt nicht zu einer verstärkten Sedierung. Aufgrund des Risikos von Photosensibilisierungsreaktionen durch H1-Antihistaminika kann Loratadin jedoch die photosensibilisierende Wirkung anderer Arzneimittel verstärken. Wechselwirkungen wurden mit folgenden Substanzen berichtet:
Enzymhemmer. Die gleichzeitige Gabe von Loratadin mit CYP3A4-Inhibitoren (Erythromycin, Ketoconazol) oder CYP2D6-Inhibitoren (Cimetidin) führte zu einem Anstieg der Plasmakonzentration um 40 % (Loratadin) bzw. 46 % (Desloratadin) bei Erythromycin, um 103 % bzw. 6 % bei Cimetidin und um 307 % bzw. 73 % bei Ketoconazol. Es wurden jedoch keine signifikanten klinischen Veränderungen, einschließlich Kardiotoxizität, beobachtet.
STILLZEIT
Tiersicherheit: Keine Daten verfügbar.
Sicherheit beim Menschen: Loratadin geht in die Muttermilch über. Daher wird empfohlen, das Stillen zu beenden oder auf die Verabreichung dieses Medikaments zu verzichten.
KINDER
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Loratadin bei Kindern unter 2 Jahren sind nicht belegt, daher wird die Anwendung nicht empfohlen. Bei Kindern über 2 Jahren wurde Loratadin zur Behandlung allergischer Reaktionen eingesetzt und weist ein ähnliches Sicherheitsprofil wie Erwachsene auf. Theoretisch könnten Kinder jedoch anfälliger für Nebenwirkungen sein, weshalb besondere Vorsicht geboten ist.
RICHTLINIEN FÜR DIE ORDNUNGSGEMÄSSIGE VERWALTUNG
Einnahme mit Nahrung: Es wird empfohlen, Loratadin jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit und unabhängig von den Mahlzeiten einzunehmen.
Loratadin-Tabletten sollten nicht bei Kindern unter 2 Jahren angewendet werden.
POSOLOGIE
"KOMPRIMIERT"
- Erwachsene und Jugendliche > 6 Jahre: 10 mg/24 Stunden.
- Kinder > 6 Jahre (> 30 kg): 10 mg/24 Stunden.
- Für Kinder von 2 bis 12 Jahren (unter 30 kg): Die 10-mg-Dosis in Tablettenform wird nicht empfohlen. Loratadin-Sirup wird empfohlen.
- Kinder < 2 Jahre: Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern unter 2 Jahren sind nicht erwiesen.
DOSIERUNG BEI LEBERINFUNKTION
Die Plasmahalbwertszeiten von Loratadin und seinem aktiven Metaboliten steigen mit dem Grad der Leberfunktionsstörung. Bei schwerer Leberfunktionsstörung ist Vorsicht geboten.
DOSIERUNG BEI NIERENINSUFFIZIENZ
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
VORSICHTSMASSNAHMEN
[Nierenfunktionsstörung]. Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung sind die C<sub>max</sub>- und AUC-Werte für Loratadin und Desloratadin höher als bei Patienten mit normaler Nierenfunktion. Clearance und Halbwertszeit sind jedoch vergleichbar, sodass laut Hersteller keine Dosisanpassung erforderlich ist. Dennoch wird eine engmaschige Überwachung dieser Patienten empfohlen, insbesondere bei schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min), da diese möglicherweise niedrigere Dosen benötigen.
[LEBERFUNKTIONSEINSCHRÄNKUNG]. Loratadin wird in der Leber vorwiegend verstoffwechselt. Bei schwerer Leberfunktionsstörung kann es zu einem Anstieg der Plasmakonzentration und damit zu einem erhöhten Risiko von Nebenwirkungen kommen. Je nach Ausmaß der Leberfunktion kann bei diesen Patienten eine Dosisanpassung erforderlich sein (siehe Dosierung).
- [EPILEPSE]. Bei Epilepsiepatienten ist Vorsicht geboten, da Antihistaminika gelegentlich mit paradoxen Reaktionen der Übererregbarkeit in Verbindung gebracht wurden, selbst in therapeutischen Dosen, und daher die Anfallsschwelle senken könnten.
- Lichtempfindlichkeit. Loratadin kann Lichtempfindlichkeit verursachen. Daher wird empfohlen, während der Behandlung Sonneneinstrahlung zu vermeiden und sich mit Sonnenschutzmitteln zu schützen.
VORSICHTSMASSNAHMEN IN BEZUG AUF HILFSSTOFFE
Dieses Arzneimittel enthält Laktose. Patienten mit hereditärer Laktose- oder Galaktoseintoleranz, Laktasemangel vom Typ Lapp oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
Dieses Arzneimittel enthält Fruktose. Patienten mit Fruktoseintoleranz sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen von Loratadin sind in der Regel mild und vorübergehend und hängen typischerweise von der Dosis ab. Nicht-sedierende Antihistaminika rufen im Allgemeinen dieselben Nebenwirkungen wie sedierende Antihistaminika hervor, jedoch deutlich seltener. Insbesondere Sedierung und anticholinerge Effekte treten entweder gar nicht oder nur sehr selten auf, sofern die empfohlene Dosis nicht überschritten wird.
Die häufigsten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, Nervosität und Müdigkeit.
Verdauungsstörungen. Mundtrockenheit tritt selten auf. Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall oder Bauchschmerzen wurden ebenfalls berichtet.
- Lebererkrankungen. Es wurden Fälle von [ERHÖHUNG DER TRANSAMINASEN], [HEPATITIS] und [GELBUCHT] beschrieben.
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gelegentlich können Tachykardie, Palpitationen und andere Herzrhythmusstörungen wie Extrasystolen oder AV-Block auftreten. Auch über Hypotonie oder Hypertonie wurde berichtet.
Neurologische/psychologische Störungen. Kopfschmerzen (0,6 %), leichte Schläfrigkeit (1,2 %), Desorientierung, Ataxie, Myasthenie und Schwindel treten selten auf. Vereinzelt wurden Fälle paradoxer Erregbarkeit beschrieben, insbesondere bei Kleinkindern, mit Symptomen wie Schlaflosigkeit, Nervosität, Tremor, Reizbarkeit, Euphorie, Delirium, Herzklopfen und sogar Krampfanfällen.
- Erkrankungen des Urogenitaltrakts. Es wurden Fälle von [DYSMENORRHEA] beobachtet.
Allergische/dermatologische Erkrankungen. Nach systemischer Gabe von Antihistaminika können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Auch Photosensibilisierungsreaktionen können nach intensiver Sonneneinstrahlung auftreten, die sich durch Dermatitis, Juckreiz, Hautausschläge und Erytheme äußern.
- Augenerkrankungen. Selten können [GLAUKOM] und [SEHSTÖRUNGEN] wie [VERSCHWIERTES SEHEN] oder [DOPPELSCHWANZ] auftreten.
- Hämatologische Störungen. Selten können [hämolytische Anämie], [Agranulozytose], [Leukopenie], [Thrombozytopenie] oder [Panzytopenie] auftreten.
- Stoffwechselstörungen: Häufigkeit unbekannt [GESTEIGERTER APPETIT], [GEWICHTSZUNAHME].
Allgemeine Erkrankungen. [ASTHENIE] tritt häufig auf (1,2 %). Einige Fälle von [ALOPECIA] wurden beschrieben.
ÜBERDOSIS
Symptome: Es liegen nur wenige Daten zu Loratadinvergiftungen vor. Nach der Einnahme von 40–180 mg wurden Sedierung, Tachykardie und Kopfschmerzen berichtet. In anderen Studien führte eine Einzeldosis von 160 mg jedoch nicht zu Nebenwirkungen. Bei Kindern verursachte eine Überdosierung des Sirups mit mehr als 10 mg Loratadin extrapyramidale Symptome und Herzklopfen.
Behandlung: Es gibt kein spezifisches Antidot. Die Behandlung besteht aus den üblichen Maßnahmen zur Förderung der Arzneimittelelimination. Sind seit der Einnahme weniger als drei Stunden vergangen, kann Erbrechen mit Brechwurzelsirup ausgelöst werden. Dabei ist darauf zu achten, dass insbesondere bei Kindern kein Mageninhalt eingeatmet wird. Bei bewusstlosen oder komatösen Patienten sollte kein Erbrechen herbeigeführt werden. Alternativ kann eine Magenspülung mit 0,9%iger Kochsalzlösung durchgeführt werden. Bei Erwachsenen kann Leitungswasser verwendet werden; vor der nächsten Anwendung sollte jedoch möglichst viel Wasser entfernt werden. Die Gabe von Aktivkohle und salinischen Abführmitteln, die den Darminhalt rasch verdünnen, kann ebenfalls hilfreich sein.
Eine symptomatische und unterstützende Behandlung wird empfohlen.
Loratadin kann durch Hämodialyse nicht entfernt werden, und es ist unbekannt, ob es durch Peritonealdialyse entfernt werden kann.
Eigenschaften
| Produkt-Code | 585774 |
| Kategorie | Schönheit und Pflege, Dermatologie |
| Menge | 10 |
| Dosis | 10 mg |
| Darreichungsform | Filmtabletten |
| Lieferung von | Spanien |
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